Prüfungsberichte

Schweißarbeit zum Zweiten…

25. September 2011

So, nachdem ich meinen Sohn ja so über den “grünen Klee” gelobt habe, möcht ich doch anbringen: wo hat er´s wohl her???

Am 24.09.2011 habe ich auch nochmal ganz offiziell arbeiten dürfen und bin jetzt “staatlich geprüft und anerkannter” Schweißhund. Nein, ernsthaft. Die Brauchbarkeitsprüfung des JGV stand an und Frauchen hat mich gemeldet. Ich war die Kleinste und hatte mächtig zu kämpfen, denn da, wo der große Jagdhund durchprescht, habe ich enorme Schwierigkeiten gehabt. Aber Dank meiner Sturheit und meiner “bombigen Nase”, wie die Richter anerkennend meinten, habe ich zum Stück gefunden. Die Unterordnung habe ich mit links geschafft, die Schußfestigkeit hat mich auch nicht aus der Bahn geworfen. Aber – holla, holla! Bei 12 Teilnehmern wird geballert, daß einem die Ohren abfallen. Da ist die Sfk beim DTK geradezu ein Kindergeburtstag! Nur komisch, daß die beim JGHV gemachte Brauchbarkeit nicht anerkannt wird vom DTK – aber darüber sollen sich andere mal ihren Kopf zerbrechen…

Frauchen ist mächtig stolz auf mich, daß ich als kleines Zwergdackelchen da mitgemischt habe und nicht “untergegangen” bin…

Mein Sohn Diego..

17. September 2011

…hat heute die DTK-Schweißprüfung mit Bravour bestanden. Frauchen hat aber auch stur geübt und hat Fährten gelegt bis zum bitteren Geht-nicht-mehr. Auch der zweite Ausbildungshund, meine Freundin Gwenny hat ihre Sache supergut gemacht. Beide haben im 1. Preis bestanden, Diego war einen Hauch besser und war Zweitbester, Gwenny hat als Viertplatzierte bestanden (das “nur” wäre jetzt absolut fehl am Platze….als Frauchen anfing, mit ihr zu arbeiten, hatte sie Null-Bock auf Schweißarbeit, auf der Prüfung ist Frauchen “blind” hinter ihr her, weil sie wußte, der Hund wird finden…) – BIN ICH STOLZ AUF MEINEN SOHN !!!!!!!!!!!

Ich bin jetzt Begleithund !!!

29. Juli 2007

Wer hätte das gedacht, ich habs tatsächlich geschafft!
Am 24. Juli war Begleithundeprüfung in Unna und Frauchen hat uns angemeldet.

Da wir keine halben Sachen machen, haben wir die BHP-Gesamt in Angriff genommen.

Das Wetter war übelst, morgens Sturm und Regen, Schauer, Dauerregen, die ganze regnerische Vielfalt – fürchterlich. Gegen Nachmittag, pünktlich zum Prüfungsbeginn, gab es nur noch leichten Nieselregen und teilweise sogar richtige Regenpausen. Nur der Sturm, der blieb uns erhalten.

Wir waren insgesamt 18 Hunde, 5 davon haben die BHP-G gemacht, die anderen waren auf die einzelnen Teilprüfungen verteilt.

Zuerst ging es auf dem Hundeplatz mit der Unterordnung los. Slalom gehen, über ne Kiste springen, bei Fuß gehen, frei bei Fuß gehen (und da waren soooo viele interessante Mauselöcher, man war das schwer für uns Dackel!), durch eine Menschengruppe und all die Sachen, die wir ja schon oft geübt haben. dann kam für Frauchen die große Zitterpartie: Platz-und-Bleib und sie mußte auf die andere Seite des Platzes gehen – ob ich wohl liegen bleibe??? Berechtigte Frage, denn beim Üben, ich gebs zu – nicht ein einziges Mal! Diesmal war ich aber ganz brav, ich hab mich nicht bewegt, bin wirklich mucksmäuschenstill auf meinem Platz geblieben und hab Frauchen gaaaaanz lieb angeschaut. Ich glaub, sie war begeistert! Dann ging es noch an die Straße, Verkehrssicherheit prüfen, aber das war für mich als Stadtdackel kein Problem. Damit war der erste Teil überstanden.

Beim zweiten Teil mußte ich wieder irgendwo sitzen bleiben, diesmal ist Frauchen außer Sicht gegangen. Jetzt weiß ich auch, warum ich immer beim Bäcker auf sie warten mußte….Da ich ja wußte, daß sie bald wiederkommt, war das ok für mich. Tja – und dann kam das, was uns leider ein paar Punkte gekostet hat. Jetzt kam die “Frauchen-Suche”. Das Gras war ziemlich hoch, es war stürmisch, das macht garnichts, ABER: es war patschnaß. Und, ihr Lieben, was soll ich sagen – ich bin kein Freund von Wasser, es sei denn, es befindet sich in einem Teich oder Fluß und man kann reinspringen. Ansonsten… püüüh, nee, das brauch ich nicht. Und so habe ich auch zwei Versuche starten müssen, bis ich überzeugt war, daß ich da durch muß, sonst komm ich nicht zu meinem Frauchen. Frauchen war überglücklich, als ich endlich bei ihr war, denn schließlich lag sie die ganze Zeit im nassen Gras und hat durch mein Zögern ziemlich warten müssen.

Inzwischen war ich schon ganz schön erschöpft, gegen 19 Uhr waren wir erst in Holzwickede am Teich für den dritten Teil. Der Teich befand sich auf einem Hundeplatz, die hatten da gerade Übungsstunde, haben aber schnell Platz für die anrückende Dackelmeute gemacht. Echt nett von denen! Kaum habe ich gesehen, wo es hinging, war ich wieder hellwach! Teich-springen, jaaaa…. ich mußte mich allerdings noch etwas gedulden, denn ich war die Startnummer 4. Als wir dran waren, war ich superfix, Frauchen wirft was rein, ich düse los, wieder an Land gebracht und schwupps, wollte ich wieder rein, aber da war es schon vorbei. Schade, hatte echt Spaß gemacht. Lustig waren auch die Stimmen aus dem Hintergrund… “guck mal, die Kleine da macht auch mit, ich dacht, die wär nur Zuschauer”… aber, ha! Ich war diesmal nicht die Jüngste und Kleinste, da war eine, die war noch einen Monat jünger als ich, jawohl! Und ein bißchen kleiner war sie bestimmt auch…

Mit dem dritten Teil war dann auch die Prüfung zu Ende. Wir haben uns alle im Vereinsheim versammelt, gestärkt, den Tag noch einmal durchgesprochen..naja, die Zweibeiner jedenfalls, ich für meinen Teil habe mich auf meiner Decke zusammengerollt un erstmal tief geschlafen! Zur Preisverleihung wurde ich wieder geweckt, denn Frauchen wollte mit mir zusammen die Glückwünsche entgegennehmen. Wir haben von 176 Punkten 171 erreicht und ich denke mal, damit können wir zufrieden sein… sind wir auch!

…ups – nicht bestanden…

6. Juni 2007

40-Stundenfährte des LV-Westfalen, DTK Gruppe Unna, am 02.06.2007

Oha, ich hab mir da vielleicht ein Ding geleistet!

Nach der Schweißprüfung der Gruppe Düsseldorf haben wir fleißig weitergearbeitet. Ich war auch richtig gut dabei, hat mir Spaß gemacht, die Fährten wurden immer älter und bald waren wir bei 40 Stunden liegenden Fährten. Da es vom Wetter her angenehmer wurde, hatte ich es auch viel einfacher, es war teilweise schön feucht, nicht zu warm – perfekt zum Suchen sozusagen…

Tja, dann kam der große Tag und wir fuhren zur Gruppe Unna, die Prüfung in Angriff zu nehmen. Aber, nun, was soll ich sagen – ich war läufig und hatte echt nur Jungs im Kopf. So fesche, ratzige Zwergdackeljungs eben….und die Schweißfährte hat mich Null interessiert. Bin zwar aus Höflichkeit n paar Meter schnüffelnd durch den Wald gegangen, aber das wars dann auch schon. Langweilig.

Im Nachhinein habe ich ein ganz schlechtes Gewissen, denn Ambrosius hat extra die Startnummer mit mir getauscht, damit ichs leichter habe (er hatte die 1 und ich die 4 aber keiner hatte Einwände bezüglich des Tauschs), weil ich ja noch so jung und unerfahren bin. Nun hatte Ambrosius die letzte Fährte, mußte mittags um 13 Uhr los, er hatte richtig zu kämpfen bei der Wärme und auf dem pupstrockenen Nadelboden. Er und Frauchen sahen auch ziemlich abgekämpft aus, fix und fertig geradezu, als sie endlich wieder zurück waren. Ich glaub, hätte er die erste, für ihn bestimmte Fährte gehabt, wär das alles etwas besser gelaufen. Werde mich niiiiiie wieder vordrängeln, versprochen! Nun muß ich mir aber irgendwas ausdenken, um das wieder gutzumachen…

Seltsamer Weise ist Frauchen kein bißchen sauer gewesen. N bißchen enttäuscht, ja, aber gelobt sei ihr Galgenhumor- puh!

Fotos von der Prüfung gibt es auch: www.teckel-unna.com -aber die Bilder mit mir, die überseht einfach, ja?!

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