Aufzucht
Jasmin 2. November 2009
Wir wachsen in Haus und Garten auf. Zwei Wochen, bevor der große Augenblick kommt, wird die Welpenkiste in einer ruhigen Ecke aufgebaut, damit sich die werdende Mutter schonmal “häuslich einrichten” kann. Ob sie es tut, ist eine andere Sache – ich fand es spannend, die Welpen doch lieber in dem zentral gelegenen Küchenkörbchen zur Welt zu bringen. Meine Mama Antonia hat dagegen die Welpenkiste gleich freudig angenommen. Die Geburt ging reibungslos über die Bühne, in “Nullkommanix” war der Viererwurf der C´s vom Lohauser Feld da. Mutter und Welpen wohlauf, die tägliche Gewichtskontrolle war auch kein Thema. Die anderen Dackel ließen Antonia auch erstmal in Ruhe mit ihren Welpen. Sie war eine sehr gute Mutter und wir wuchsen und gediehen prächtig.
Sobald das Wetter es zuläßt, kommen wir in den Genuß der großen weiten Welt – sprich, der Garten darf erobert werden. Spannung pur und die verzückten Menschengesichter sind Gold wert, wenn sie vier Dackelwelpen durchs Gras staksen sehen. Sobald wir die Umwelt erkunden, gehen wir der Dackelverwandtschaft um uns herum mächtig auf die Nerven, das macht aber auch zuviel Spaß !!! Im Garten liegen Kisten, Blumentöpfe, Kissen, Röhren, Wasserbecken und jede Menge Sachen herum, die entdeckt werden wollen. Das dollste: wenn wir in den Garten wollen, müssen wir erst durch einen 7m langen Tunnel (irgendwann hatten die Menschen keine Lust mehr, die Dackel ständig über die Zäune zu tragen und einfach einen Tunnel gegraben!).
Später kommen dann auch Ausflüge im Fahrradkorb, im Auto, Busfahren, Bahnfahren, Kontakt zu anderen Zwei- und Vierbeinern dazu- eben alles, was man als kleiner Teckel so für das Leben braucht.
Nicht zu vergessen – auch der Tierarzt kommt und checkt alle durch, impfen, entwurmen, Impfpässe werden ausgestellt, der Zuchtwart begutachtet uns genau, die Papiere werden vom DTK angefordert, der ganze Bürokratiekram eben. Muß ja alles seine Ordnung haben.
Mit 10 Wochen verließen uns Clara und Camillo, Chloe blieb noch etwas länger, denn sie mußte wegen der Reise in die USA wegen der Tollwutimpfung bleiben. Ihre Familie hat bis zu dem Termin in Düsseldorf gewohnt, es paßte also perfekt. Im Juli ging es dann zurück in die alte Heimat bzw für Chloe in die neue Heimat.
Ich selber habe mich, kaum daß ich krabbeln konnte, geschickt an Frauchens Rockzipfel gehängt und irgendwann war klar, DEN Hund kann man doch nicht verkaufen… Dackelblick ist was Feines!
