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Insel-Urlaub

Nun haben wir schon Juni und es ist einiges passiert – aber fange ich mal der Reihe nach an zu berichten. Heute nun der Beitrag von Henry, Ibiza und dem eigentlich nicht mit eingeplanten Urlaubsdackel…

Ende Januar, Anfang Februar hatte ich ein paar Tage frei und ein kleiner Kurzurlaub war in Planung. Letztes Jahr waren es vier Tage Venedig, dieses Jahr sollte es Ibiza sein…. Letztes Jahr war die Dackelverteilung relativ einfach, dieses Jahr gestaltete es sich schon etwas schwieriger, denn: wem soll ich bloß diesen kleinen hyperaktiven, vorpubertierenden, zuckersüßen Dackelmann namens Henry aufs Auge drücken??? Ich hatte keine Idee und Pension kommt nicht in Frage. Die beiden Senioren waren bei der Nachbarin, die unsere Hunde seit kleinauf kennt und umgekehrt, Finchen hatte Urlaub an der Nordsee mit Hammo und Familie und sogar der kleine schräge Diego hat eine tolle Pflegefamilie in den Elfi-Besitzern – aber Henry?? Es wurde also etwas an der Urlaubsplanung gebastelt – soll er doch mitfliegen, egal! Die Vorbereitungen (Flug mit Hund, Box oder nicht Box, Kabine, doppelt buchen, keiner von Air Iberia hatte eigentlich den Durchblick, ich war mit den Nerven am Ende) wurden etwas geändert – oha ! Hab ich ne Box, die ggf ins Handgepäck paßt, hab ich dies, hab ich das, das Internet wurde auf links gedreht, Info über Krankheiten, mit Leishmaniose ist nicht zu spaßen und und und – aber immerhin war die Unterkunft rundum dackeltauglich, jippieh!

Der erste Eindruck bei der Landung „nein, wie niedlich“ – man lief über die Landebahn in das Flughafengebäude, lustig, wenn ich da so an den Airport DUS denke… der zweite Gedanke beim Heraustreten aus dem Flughafengebäude „oha – Beton und Palmen, na schaun mer mal… aber immerhin scheint die Sonne“

Nun habe ich genug erzählt, nachfolgend eine Menge Fotos, es waren ein paar schöne Tage…

Nr. 5 lebt…

.. .nicht mehr.    10.08.2001  – 19.12.2016

Antonia vom Lohauser Feld„, sie schlüpfte als Nr 5 unseres ersten Wurfes, war die kleinste im Wurf (fünf stramme Jungs, zwei kernige Mädels) und ist dann auch als Zwerg eingetragen worden.

Sie kann man eigentlich nicht beschreiben, man muß sie kennengelernt haben. Eine Zicke wie sie im Buche stand, verschmust zu Menschen, aber wehe, ein Vierbeiner näherte sich ihr, wenn sie es nicht wollte. Im Herzen ein Rottweiler -mindestens!

Bei der Jagd die absolute Wildsau, sie kannte kein Pardon und ich habe sie so manches Mal an den Hinterläufen gerade noch so aus dem Bau gezogen bekommen. Was mußte ich mir anhören, weil ich ständig das Halsband zu weit hatte bei meinen Dackeln… bis sie eines Tages (mal wieder, seufz) im Bau verschwand – und irgendwann ohne Halsung wieder hervorkam. Wäre das Halsband schön eng gewesen… wir wollen es uns nicht ausmalen. Jedenfalls, hatten danach die Diskussionen diesbezüglich ein Ende.

Ein Ausstellungshund war sie beileibe nicht. Sie stapfte durch den Ring wie Bauer Fiete über den Acker. Somit endete ihre Schaukarriere auch mit dem für die Zucht benötigte Formwertnote – sie war dann doch eher der Natur- und Jagdteckel !

Stur wie Gott weiß was! „Platz“ ??? wurde ihrer Meinung völlig überbewertet und das hat sie mir auch unter die Nase gerieben. Sie machte Platz insgesamt viermal: einmal bei der BHP in Unna und Wuppertal, einmal bei der Stöberprüfung und einmal bei der VP. Nicht schlecht in über 15 Lebensjahren, oder?

Insgesamt gesehen war sie bis auf einen Bandscheibenvorfall quietschgesund (auch nach der Bandscheiben-OP, die gut verlief, flitzte sie hinter Karnickeln her… seufz), hat ab ihrem 9. oder 10. Lebensjahr Herztablette bekommen und sonst den Tierarzt nur „verletzungsbedingt“ gesehen. Wie gesagt, sie machte draußen keine Gefangenen und hat mich diesbezüglich schon oft an den Rand der Verzweiflung gebracht. Mit nem Fuchs wurde sich auch geprügelt, es hieß, es waren sogar zwei… mit ihrem Kumpel, einem Jagdterrier hat sie auch die eine oder andere Strohmiete durchkämmt… Fuchsjagd war ihre große Passion.

Sie war die Mutter des B- und C-Wurfes, Cheyenne haben wir ja behalten. Aus dem B-Wurf die Welpen ähneln Antonia unheimlich, beim C Wurf hat sie sich bei Clara (in Aussehen und jagdl. Veranlagung 1:1 vererbt).

Sie wurde 15 Jahre und vier Monate alt, was wie ich finde, ein schönes Dackelalter ist. Mir ist es bloß so unheimlich schwer gefallen, sie gehen zu lassen, weil ich den direkten Vergleich zu ihrem Bruder Ambrosius habe, der nach wie vor mitten im Leben steht, während sie mehr und mehr abbaute und eigentlich die letzten Wochen kaum mehr mitbekam, was um sie herum passierte. Als dann wieder ihre Augenentzündung durchkam und sie permanent Schmerzen hatte, stand dann der Enschluß fest – das war ich der kleinen Maus schuldig und nun jagt sie zusammen mit ihrer Mutter Arlene von Röllinghausen und ihren Brüdern Alfons und Apoll so ziemlich alles, was ihr im Dackelhimmel so in die Nase kommt.

Na super und jetzt ist es wieder soweit – ich sitze am Laptop und heule Rotz und Wasser. Hach, wenn man diese Biester bloß nicht so in sein Herz schließen würde…

eine kleine BIlderauswahl… da kommen noch mehr !

 

 

2017

… und wenn ich mich so umhöre, bin ich nicht die Einzige, die sagt „endlich“ oder „kann ja nur besser werden“.

Ja, das war es nun, das 15-Jahre-vom-Lohauser-Feld- Jahr… ein Auf und Ab, bei Zwei- und Vierbeinern.

Schön war auf alle Fälle, daß das kleine Finchen ihren ersten Wurf hatte. Wehmutstropfen, daß es alles kleine Leichtgewichte waren, die eigentlich kaum Überlebenschancen hatten – trotzdem haben es vier Welpen geschafft, trotz extrem niedrigen Geburtsgewichten, zu knackigen Zwergrauhhaarjungs heranzuwachsen. Zwei von ihnen waren auch schon auf einer Ausstellung und haben einen tollen Richterbericht erhalten.

Zur Jahresmitte fing Antonia an, uns ernsthaft Sorgen zu machen. Sie zog sich eine schlimme Augenverletzung zu, die fast zum Verlust des Auges führte (wobei der Doc eigentlich von einer OP abriet da die Heilungschancen gering seien – die andere Alternative laß ich jetzt mal unbenannt). Mit Medakamenten bekam ich es in den Griff, aber dies eine Auge entzündete sich ständig und es wurde nicht wirklich „richtig“ besser. Solange Antonia aber schmerzfrei war, sollten Salben und Tropfen weiter angewandt werden. Körperlich baute sie aber auch immer mehr ab… ja – der aufmerksame Leser hat es bemerkt – ich schreibe in der Vergangenheitsform…

Allen anderen im Rudel geht es aber gesundheitlich sehr gut, Cheyenne, inzwischen mächtig ergraut, klapperdürre, ist aktiv und agil wie mit zwei (sie wird jetzt bald 11) – Diego, der kleine Brownie – bildschön wie eh und jeh, hat außer zum Impfen noch nie einen Tierarzt gesehen – das kleine Finchen (Flugsvinn) hat sich von der Mutterschaft super erholt und zu guter Letzt: Ambrosius, der alte Recke – je oller je doller – im Gegensatz zu Antonia höchst aktiv, läßt er es sich nicht nehmen, an einem guten Tag, noch seine Kilometer am Fahrrad mitzulaufen. Unfaßbar aber er nörgelt und zappelt dermaßen im Fahrradkorb oder Bollerwagen rum, daß ich entnervt aufgebe und ihn tatsächlich nebenher laufen lasse. Wenn er denn will… seufz…

Dann – wirklich plötzlich und unerwartet ein anderer Schock, ein  Dackelrüde, der nicht mehr hier im Rudel lebt, sprich einer der abgegebenen „Lohauser“, verunfallte Mitte Dezember tödlich. Da er noch jung war, war das ein ziemlicher Schock.

Kurz vor Weihnachten habe ich dann den schweren Entschluß gefaßt, Antonia einschläfern zu lassen. Das Auge war schon wieder entzündet, sie hatte wahnsinnige Schmerzen, sie war kaum noch mobil, ihr Futter hat sie zwar noch gefressen, aber man mußte ihr schon genau zeigen, daß ihr gefüllter Napf direkt vor ihr stand. Naja – es schmerzt noch immer sehr, daher habe ich auch noch keinen Artikel verfaßt. Steht aber als nächstes an. 15 Jahre und vier Monate -das ist ne lange gemeinsame Zeit gewesen und sie hinterläßt eine ziemliche Lücke.

Wir wünschen allen Freunden, Bekannten, Hundemenschen und Dackelverstehern ein vor allem gesundes schönes Neues Jahr !