Welpenstube

    

Eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin wird in einer ruhigen Ecke die Wurfkiste aufgebaut, damit sich die Hündin schonmal “einrichten” kann, wenn sie möchte. Diese Kiste ist ausgepolstert mit alten Bettbezügen und Handtüchern – nicht zu weich, denn obwohl für uns gilt “je kuschliger desto schöner” – manch eine Hündin mag lieber festen Untergrund… Nachdem Cheyenne ihren ersten Wurf überraschender Weise im Gemeinschaftskorb in der Küche bekommen wollte, war beim dritten Wurf die Wurfkiste sofort in der engeren Wahl. Von anderen hört man, daß der Hund am liebsten im Bett die Welpen bekommt, andere flitzen in den Garten, um sich dort eine Wurfhöhle zu graben (unsere Arlene war so eine)… da gibt es alle Variationen! Manch eine Hündin wartet, bis sie alleine ist, andere widerum brauchen ihre Menschen dabei…

Wenn die Hündin ihre Welpen dann bekommt, ist immer jemand da, um aufzupassen. Bisher mußten wir noch nicht eingreifen, die Notrufnummer des Tierarztes und auch das eine oder andere homöopathische Mittel ist aber griffbereit – man kann ja nie wissen!

Die Welpen werden jeden Tag gewogen und das Gewicht notiert, damit man eventuelle Schwankungen im Auge behalten kann.

 

Bisher hat auch noch keine Hündin aggressiv reagiert, obwohl natürlich GANZ genau beobachtet wird, was wir mit den Kleinen machen. Sobald sie die Welpen wieder bei sich hat, wird die Wurfkiste wieder verschlossen und die Hündin hat ihre Ruhe.

Die ersten 2-3 Wochen sind noch recht unspektakulär, danach fängt es aber schon an, in der Kiste “zu rumoren”, es knurrt, scharrt und kabbelt sich – besonders bei größeren Würfen geht es richtig laut zu. Wenn sie die Augen geöffnet haben (ca ab dem 11.-13. Tag) fangen sie an, sich langsam für ihre Umgebung zu interessieren. Das Robben wird zum Krabbeln.. es geht los!

  

Langsam wird die Mutterhündin auch entspannter im Umgang mit den anderen Hunden. Obwohl bei uns alles aus einer Familie ist, hat keiner der anderen etwas in der Nähe der Wurfkiste zu suchen. WEHE, ein Dackel nähert sich. Da wird die netteste Dackelmama zur Furie. Bisher gab es aber noch keinerlei Probleme, es wird akzeptiert und gut ist.

Schön ist es zu beobachten, wie die anderen aus der Familie auf die Kleinen reagieren. Arlene ist aufgrund ihres Alters nun nicht mehr so interessiert, ihre Tochter Antonia freut sich immer auf ihren Job als Ersatz-Mutter und schleckt die Welpen von oben bis unten ab, putzt hier und da, betüddelt sie, daß es eine wahre Freude ist. Die beiden Rüden Ambrosius und Alfons haben mit dem Junggemüse so garnichts am Hut, Diego kann es kaum abwarten, endlich den “Kindergartenonkel” zu spielen.

   

 

 

 

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…Dackel – ein halber Hund hoch, anderthalb Hund lang… Robert Lembke