Kategorie-Archiv: zur Aufzucht

Rückblick März/April

Nun haben wir über das halbe Jahr schon rum, da wird es doch langsam mal Zeit, wieder etwas niederzuschreiben.

Der März war oder eher IST ein sehr geburtstagsträchtiger Monat… angefangen von meiner ersten Dackelhündin Olivia, die am 26.03.1992 Geburtstag hatte über die Lohauser-Feld-Stammhündin Arlene ( 19.03.1998) feierten wir dann noch den 8. Geburtstag von dem kleinen Braunen… willkommen im Seniorenklub, Diego !! und seine Halbschwester Flugsvinn (Finchen) wurde am 19.03. auch schon 5 Jahre alt… und die unangefochtene Chefin vom Ganzen und Namensgeberin der Dackelseite vom Lohauser Feld : Cheyenne, sie wurde am 30.03. schon 11 Jahre alt… allen geht es gut, sie sind putzmunter und auch wenn sich schon das eine oder andere graue Haar durchschleicht (ok, Cheyennes Bärtchen ist weiß, lach), so merkt man den Zwergen ihr Alter wirklich nicht an. Diego z.B. kennt den Tierarzt nur vom Impfen her und auch Cheyenne und Tochter Finchen sind topfit.

 

Dann muß ich aber leider auch von einigen Verlusten berichten. Besonders schmerzhaft war die Nachricht, daß die kleine Gwenny Anfang März als verschollen gemeldet wurde. Trotz einwöchiger intensiver Suche seitens ihres Frauchens konnte sie nicht ausfindig gemacht werden und schweren Herzens haben wir uns dann eingestanden, daß sie wohl Opfer ihres extremen Jagdtriebes wurde. Genauer berichte ich jetzt nicht, ich weiß aber, daß ihr Frauchen NICHTS unversucht gelassen hat und ebenso weiß ich, daß  Gwenny ihr Ein und Alles war  – jegliche Schuldzuweisungen oder „Wie-kann-sowas-passieren“ Gedanken verbitte ich mir an dieser Stelle.

Von noch zwei Todesfällen muß ich leider berichten, wobei mir dieses nicht ganz so schwer fällt, denn es handelt sich um Alina („Diana“) und Attila („Santo“) – richtig, aus dem A-Wurf – beide weit über 15 Jahre alt, sie hatten ein tolles Leben, viel Spaß und ich hatte zu beiden Besitzern oft Kontakt, da sie in Düsseldorf, „im Stadtteil nebenan“ wohnen. Santo durfte ich sogar auf Zuchtschauen vorstellen  und auf BHP-Prüfung vorbereiten und dann auch führen. Diana war oft mit ihrem Frauchen im Wald und wir haben uns regelmäßig  mit einigen anderen Dackelmenschen dort getroffen, ein wenig trainiert und uns ausgetauscht.

  Alina, Antonia, Ambrosius

Tja – und wenn ich nun mit meinem alten Ambrosius rausgehe, dann habe ich doch öfter Tränen in den Augen, denn er ist der letzte verbliebene „Welpe“ aus meinem allerersten Wurf. . .  knappe 16 Jahre alt…

So – nun aber genug Trübsal geblasen  – das Leben geht weiter und ich möchte doch mit einem Lächeln im Gesicht meinen Schreibtisch verlassen…

Dank Henry und seiner Oma ist das auch möglich. Am 30. April war Zuchtschau der Gruppe Unna und da ich für den kleinen Mausemann, welcher sich langsam zu einem ansehlichen Jungrüden mausert, Ruten- und Zahnstatus brauche und zudem auch wissen wollte, wie wir denn jetzt so entwicklungstechnisch dastehen, wurde flugs das Ausstellungstäschchen gepackt, Ambrosius und Cheyenne noch für die Seniorenklasse mit ins Auto gepackt und los gings ins Westfälische. Wirklich Lust hatte der kleine Mann nicht, Kreislaufen fand er irgendwie öde …. aber er zeigte sich doch ganz gut – besser als noch in der Jüngstenklasse und ging mit einem Vorzüglich/Jugend aus dem Ring. Zähne und Rute sind auch ok, ja was will ich mehr… als es dann um den schönsten der V-Hunde ging, bockte er und ich hab mir gedacht, Chancen haben wir eh keine und was soll ich ihm das Ganze verleiden … Hund unter den Arm genommen und schwupp, raus aus dem Ring…

Ambrosius hat seinen Einsatz schlichtweg verschlafen. Es zog sich unheimlich lange hin und bis spätmittags war er echt noch fit und gut drauf – nachmittags fiel der alte Herr dann in einen Tiefschlaf und da dacht ich mir – was solls, hab ihn kurzerhand zurückgezogen und weiter träumen lassen. Dann war es also die kleine Cheyenne, die für das Lohauser Feld die Bühne betrat. Seit vier Jahren keinen Schauring mehr betreten (ich brauchte sie seinerzeit als Zuchtgruppen-Mitläufer, davor war sie ebenfalls vier -oder fünf?- Jahre nicht mehr im Ring) lief sie durch den Ausstellungsring wie ein sprichwörtlich alter Hase, als hätte sie NIE was anderes gemacht und hat sich mal eben den Pokal in der Veteranenklasse unter die Pfoten gerissen… unglaublich…

Zwei April-Geburtstage haben wir noch zu verzeichnen: die B-s sind inzwischen schon 12 Jahre alt und der Henry und seine Brüder sind am 26. ein Jahr alt geworden!

Zum 1. April habe ich mich mal in Unkosten gestürzt und es gab ein neues Dackeltransportmittel

Insel-Urlaub

Nun haben wir schon Juni und es ist einiges passiert – aber fange ich mal der Reihe nach an zu berichten. Heute nun der Beitrag von Henry, Ibiza und dem eigentlich nicht mit eingeplanten Urlaubsdackel…

Ende Januar, Anfang Februar hatte ich ein paar Tage frei und ein kleiner Kurzurlaub war in Planung. Letztes Jahr waren es vier Tage Venedig, dieses Jahr sollte es Ibiza sein…. Letztes Jahr war die Dackelverteilung relativ einfach, dieses Jahr gestaltete es sich schon etwas schwieriger, denn: wem soll ich bloß diesen kleinen hyperaktiven, vorpubertierenden, zuckersüßen Dackelmann namens Henry aufs Auge drücken??? Ich hatte keine Idee und Pension kommt nicht in Frage. Die beiden Senioren waren bei der Nachbarin, die unsere Hunde seit kleinauf kennt und umgekehrt, Finchen hatte Urlaub an der Nordsee mit Hammo und Familie und sogar der kleine schräge Diego hat eine tolle Pflegefamilie in den Elfi-Besitzern – aber Henry?? Es wurde also etwas an der Urlaubsplanung gebastelt – soll er doch mitfliegen, egal! Die Vorbereitungen (Flug mit Hund, Box oder nicht Box, Kabine, doppelt buchen, keiner von Air Iberia hatte eigentlich den Durchblick, ich war mit den Nerven am Ende) wurden etwas geändert – oha ! Hab ich ne Box, die ggf ins Handgepäck paßt, hab ich dies, hab ich das, das Internet wurde auf links gedreht, Info über Krankheiten, mit Leishmaniose ist nicht zu spaßen und und und – aber immerhin war die Unterkunft rundum dackeltauglich, jippieh!

Der erste Eindruck bei der Landung „nein, wie niedlich“ – man lief über die Landebahn in das Flughafengebäude, lustig, wenn ich da so an den Airport DUS denke… der zweite Gedanke beim Heraustreten aus dem Flughafengebäude „oha – Beton und Palmen, na schaun mer mal… aber immerhin scheint die Sonne“

Nun habe ich genug erzählt, nachfolgend eine Menge Fotos, es waren ein paar schöne Tage…

2017

… und wenn ich mich so umhöre, bin ich nicht die Einzige, die sagt „endlich“ oder „kann ja nur besser werden“.

Ja, das war es nun, das 15-Jahre-vom-Lohauser-Feld- Jahr… ein Auf und Ab, bei Zwei- und Vierbeinern.

Schön war auf alle Fälle, daß das kleine Finchen ihren ersten Wurf hatte. Wehmutstropfen, daß es alles kleine Leichtgewichte waren, die eigentlich kaum Überlebenschancen hatten – trotzdem haben es vier Welpen geschafft, trotz extrem niedrigen Geburtsgewichten, zu knackigen Zwergrauhhaarjungs heranzuwachsen. Zwei von ihnen waren auch schon auf einer Ausstellung und haben einen tollen Richterbericht erhalten.

Zur Jahresmitte fing Antonia an, uns ernsthaft Sorgen zu machen. Sie zog sich eine schlimme Augenverletzung zu, die fast zum Verlust des Auges führte (wobei der Doc eigentlich von einer OP abriet da die Heilungschancen gering seien – die andere Alternative laß ich jetzt mal unbenannt). Mit Medakamenten bekam ich es in den Griff, aber dies eine Auge entzündete sich ständig und es wurde nicht wirklich „richtig“ besser. Solange Antonia aber schmerzfrei war, sollten Salben und Tropfen weiter angewandt werden. Körperlich baute sie aber auch immer mehr ab… ja – der aufmerksame Leser hat es bemerkt – ich schreibe in der Vergangenheitsform…

Allen anderen im Rudel geht es aber gesundheitlich sehr gut, Cheyenne, inzwischen mächtig ergraut, klapperdürre, ist aktiv und agil wie mit zwei (sie wird jetzt bald 11) – Diego, der kleine Brownie – bildschön wie eh und jeh, hat außer zum Impfen noch nie einen Tierarzt gesehen – das kleine Finchen (Flugsvinn) hat sich von der Mutterschaft super erholt und zu guter Letzt: Ambrosius, der alte Recke – je oller je doller – im Gegensatz zu Antonia höchst aktiv, läßt er es sich nicht nehmen, an einem guten Tag, noch seine Kilometer am Fahrrad mitzulaufen. Unfaßbar aber er nörgelt und zappelt dermaßen im Fahrradkorb oder Bollerwagen rum, daß ich entnervt aufgebe und ihn tatsächlich nebenher laufen lasse. Wenn er denn will… seufz…

Dann – wirklich plötzlich und unerwartet ein anderer Schock, ein  Dackelrüde, der nicht mehr hier im Rudel lebt, sprich einer der abgegebenen „Lohauser“, verunfallte Mitte Dezember tödlich. Da er noch jung war, war das ein ziemlicher Schock.

Kurz vor Weihnachten habe ich dann den schweren Entschluß gefaßt, Antonia einschläfern zu lassen. Das Auge war schon wieder entzündet, sie hatte wahnsinnige Schmerzen, sie war kaum noch mobil, ihr Futter hat sie zwar noch gefressen, aber man mußte ihr schon genau zeigen, daß ihr gefüllter Napf direkt vor ihr stand. Naja – es schmerzt noch immer sehr, daher habe ich auch noch keinen Artikel verfaßt. Steht aber als nächstes an. 15 Jahre und vier Monate -das ist ne lange gemeinsame Zeit gewesen und sie hinterläßt eine ziemliche Lücke.

Wir wünschen allen Freunden, Bekannten, Hundemenschen und Dackelverstehern ein vor allem gesundes schönes Neues Jahr !

…erste Ausstellung…

Am 27. Nov. hatten Hammo und Henry ihren ersten „großen Auftritt“. Die DTK-Gruppe Unna hat eine Spezial-Ausstellung ausgerichtet.  Und was hatten wir Bedenken – die beiden Jungs nehmen doch da den Ring auseinander, die Hupfdohlen toben nur rum und und und.

Groß Zeit zum Üben hatte keiner von uns und so sind wir also in völliger Ahnungslosigkeit die Zwerge betreffend losgefahren. Die Fahrt verlief reibungslos, die Hunde hatten sich super benommen während der Fahrt. Die Halle war Dank der guten Beschilderung seitens der Gruppe auch schnell gefunden und so ging es denn frohen Mutes in die Ausstellungshalle. Da dann der erste Schreck: Parkettboden… schön vibrierend… und Hammo sagte sich und uns: Nee, Leute, ohne mich, ICH lauf hier nicht und legte sich platt auf den Bauch – Schluß mit lustig, aus die Maus. Na super – egal, das legt sich bestimmt, erstmal zum Ring, Papiere abgeben, Startnummern holen, Plätze sichern und dann schauen wir mal. Hammo legte 3/4 der Strecke bockig liegend zurück. OH MAN !!! Wenn wir mit allem gerechnet haben, aber damit garantiert nicht…

Da sehr wenig Kaninchenteckel gemeldet waren und die Zwerg-Rüden-Jüngsten-Klasse die erste Zwergdackel-Starter waren, hatten wir nicht wirklich viel Zeit, Hammo davon zu überzeugen, daß son Parkett auch seine Vorzüge hat. Ehrlich gesagt, uns fiel eigentlich kein Vorteil ein. Also hatten wir trotz Lieblingsspielzeug und Leckerchen einen den Boden wischenden Ausstellungsteilnehmer.

Henry war plötzlich auch nicht mehr wie gewohnt „King Louis in allen Lebenslagen“ – Hilfe, wo ist der Rest der Familie (brav wartend bei unseren Sitzplätzen) und so lief er erstmal recht verspannt mit eingeklemmter Rute und angelegten Öhrchen im Ring herum. Das gab sich mit der Zeit und er zeigte sich wirklich gut.

Hammo hat sich gnädigst zu ein paar Schritten (-als es Richtung Ausgang ging) herabgelassen. Immerhin haben beide Jungs die Tischbewertung schön absolviert… Zähne gucken war erlaubt, Rute fühlen auch… BU beide Rüden 32cm

Und so kam es dann, daß der eigentlich schon besser entwickelte Hund leider nicht den ersten Platz bekam, weil er sich leider nicht präsentierte.

Richterbericht Henry:   7 mon, dklsf, korrekt im Zwergentyp stehender Rüde mit vorzüglicher Körperbehaarung und schon guter Bart- und Brauenbildung, passender Bodenabstand, schon sehr feste obere Linie, die bereits gut gewinkelte VH und HH werden noch jugendlich lose geführt. Im Stand korrekte Front- und Seitenansicht  vv1

Richterbericht Hammo: 7 mon alter dklsf, gut im Typ stehender Zwergrüde, der offensichtliche Probleme mit dem Untergrund hat. Bereits sehr feste gerade verlaufende Oberlinie, geschwungene untere Linie, VH und HH bereits ausreichend sicher parallel und sicher geführt, korrekt im Stand                                                                               vv2

Und wenn ich mir das Einzel-Standbild mit Schleife nur kurz angucke, würd ich glatt sagen, da steht das Finchen (ok, mal vom Schniepelchen unterm Bauch abgesehen) – die Ähnlichkeit ist unglaublich…