Kategorie-Archiv: zu den Prüfungsberichten

…ups – nicht bestanden…

40-Stundenfährte des LV-Westfalen, DTK Gruppe Unna, am 02.06.2007

Oha, ich hab mir da vielleicht ein Ding geleistet!

Nach der Schweißprüfung der Gruppe Düsseldorf haben wir fleißig weitergearbeitet. Ich war auch richtig gut dabei, hat mir Spaß gemacht, die Fährten wurden immer älter und bald waren wir bei 40 Stunden liegenden Fährten. Da es vom Wetter her angenehmer wurde, hatte ich es auch viel einfacher, es war teilweise schön feucht, nicht zu warm – perfekt zum Suchen sozusagen…

Tja, dann kam der große Tag und wir fuhren zur Gruppe Unna, die Prüfung in Angriff zu nehmen. Aber, nun, was soll ich sagen – ich war läufig und hatte echt nur Jungs im Kopf. So fesche, ratzige Zwergdackeljungs eben….und die Schweißfährte hat mich Null interessiert. Bin zwar aus Höflichkeit n paar Meter schnüffelnd durch den Wald gegangen, aber das wars dann auch schon. Langweilig.

Im Nachhinein habe ich ein ganz schlechtes Gewissen, denn Ambrosius hat extra die Startnummer mit mir getauscht, damit ichs leichter habe (er hatte die 1 und ich die 4 aber keiner hatte Einwände bezüglich des Tauschs), weil ich ja noch so jung und unerfahren bin. Nun hatte Ambrosius die letzte Fährte, mußte mittags um 13 Uhr los, er hatte richtig zu kämpfen bei der Wärme und auf dem pupstrockenen Nadelboden. Er und Frauchen sahen auch ziemlich abgekämpft aus, fix und fertig geradezu, als sie endlich wieder zurück waren. Ich glaub, hätte er die erste, für ihn bestimmte Fährte gehabt, wär das alles etwas besser gelaufen. Werde mich niiiiiie wieder vordrängeln, versprochen! Nun muß ich mir aber irgendwas ausdenken, um das wieder gutzumachen…

Seltsamer Weise ist Frauchen kein bißchen sauer gewesen. N bißchen enttäuscht, ja, aber gelobt sei ihr Galgenhumor- puh!

Fotos von der Prüfung gibt es auch: www.teckel-unna.com -aber die Bilder mit mir, die überseht einfach, ja?!

Gesucht… und gefunden !!!

Schweißprüfung der DTK-Gruppe Düsseldorf am 14.04.2007
Im November 2006 hat Frauchen angefangen, kurze Futterschleppen und danach kurze Schweißfährten mit mir auszuarbeiten. Da ich mit Eifer dabei war, haben wir „Hasen Hasen sein lassen“ und die Fährtenarbeit richtig angepackt. Die Fährten wurden immer länger und auch schwieriger, aber ich war weiterhin eifrig am arbeiten und so haben wir uns langsam aber sicher auf die Schweißprüfung im April vorbereitet.

Auch dort war ich mit meinen 12 1/2 Monaten wieder die Jüngste im Bunde und auch wieder der einzige Zwerg.Die Prüfung war für halb 10 anberaumt worden und bei strahlendem Sonnenschein wurde es wärmer und wärmer. Frauchen hatte die Startnummer 3 gezogen und wir starteten gegen viertel nach 11.

Ich hatte am Anschuß keine Mühe, mich zu orientieren und so ging es die Strecke bis zum 1.Wundbett: konzentriert arbeitend, zwar langsam aber zielsicher… Dort angekommen waren Frauchen und ich uneins, was den weiteren Verlauf anging. ICH wollte nach links, SIE meinte, rechts lang zu wollen. Tja, was soll ich sagen?! Hätte sie man gleich auf ihren Dackel gehört! Denn ich hatte Recht und so folgte sie mir schließlich…na bitte, geht doch… So langsam strengte mich das konzentrierte Suchen doch an, es ging über wechselnden Bewuchs, ein Weg wurde gekreuzt und am 2. Wundbett, was wir übrigens beide erst im letzten Augenblick entdeckten und gerade noch so erwischten, mußte ich erstmal eine längere Pause machen. Oder auch anders gesagt – ich hatte irgendwie keinen Bock mehr. Aber es gab Wasser, jede Menge Aufmunterungen und Streicheleinheiten und da wollte ich Frauchen auch nicht hängen lassen. Nach diesem Wundbett wurde es richtig schwer für mich, es ging über einen trockenen Acker, bei der Mittagshitze kein Vergnügen. Als ich den mit viel Mühe geschafft habe, mußte wieder pausiert werden, was mir Frauchen auch sofort gestattete. Als ich aber merkte, daß sie tatsächlich mit dem Gedanken spielte, abzubrechen, hab ich kurzerhand das Ruder in die Hand genommen! Soweit kommt das noch !!! Nochmal tief Luft geholt und weiter gings…auf zum 3. Wundbett, auf wunderbarem Waldboden (eine Wohltat für die Nase nach dem Acker) ging es im Zwergdackelgalopp schnurstracks zum Stück, ohne Schlenker, ganz direkt, siehste Frauchen, ich mach das schon!!! Erschöpft aber glücklich haben wir die Gratulationen und den Bruch in Empfang genommen. Im Nachhinein sag ich mir, daß das wohl die längsten 1000m in meinem jungen Dackelleben waren…

Für unsere Arbeit gab es mit 60 Punkten „nur“ den 3. Preis (alle anderen hatten einen I.Preis mit 100 Punkten), aber Frauchen sagt, daß sie sich noch nie so sehr über einen letzten Platz gefreut hat- das versteh ich zwar nicht, aber wenn Frauchen glücklich ist, wär ich ja blöd, es nicht auch zu sein….

Außerdem muß man an dieser Stelle den Fährtenlegern ein ganz dickes Lob aussprechen, die es geschafft haben, in einem vom Januar-Sturm noch total verwüsteten Waldgebiet vier schwere und anspruchsvolle aber sehr gute Fährten zu legen.

Meine erste Prüfung

Wassertest der DTK-Gruppe Meerbusch am 28.10.2006

Da ich schon ganz früh angefangen habe, gut und gerne zu schwimmen, ist Frauchen mit mir im Spätsommer 2006 zu der Gruppe Meerbusch gefahren, die an einem Teich für den Wassertest geübt hat.

Zuerst fand ich die Ente ziemlich doof und groß und überhaupt… aber nach 10 Minuten hab ich der Ente mal testweise in den gefiederten Hintern gebissen, und hey, was soll ich sagen – das machte richtig Spaß !!! Als die Ente dann auf ganz kurze Distanz ins Wasser gelegt wurde, bin ich ins selbige gegangen und hab sie vorsichtig rausgezogen und auch als ich dann nen halben Meter hinschwimmen mußte, hab ich sie mir sofort wieder gegriffen. Die kriegt ihr nicht wieder, die Ente! Leider wollte Frauchen aufhören, sagte was von „Das reicht für den Anfang“. Hach, Menschen, diese Spaßbremsen! Was ich allerdings nicht wußte – Frauchen hatte vorgesorgt und wir konnten auch zuhause in Düsseldorf weiterüben. Zuerst mit Tauben, denn die sind nicht so groß und schwer; Frauchen war in Sorge, daß ich sonst vielleicht die Lust verliere. Hach, da kennt sie mich aber schlecht ! Irgendwann hat sie dann mal mit zuviel Schwung eine Ente fast 15 m weit in den Teich geworfen, ein erschrockenes „Oh nein!“ habe ich schon nicht mehr gehört, denn ich war schon los, schnell die Ente wieder an Land bringen! Da stand fest: wir melden ! Am Prüfungstag war ich mit meinen fast 7 Monaten die Jüngste und auch Kleinste und ich muß zugeben- viel größer als die Enten war ich wirklich nicht. Aber davon laß ich mich ja nicht aufhalten und so habe ich zur Freude aller den toten Vogel sicher zu Frauchen gebracht. Das dazugehörige Schießen war für mich auch kein Thema, denn die Schußfestigkeit hatte ich ja schon einen Monat zuvor in Essen gemacht. Und überhaupt- was sind schon so´n paar Schüsse für nen echten Teckel ?!?